Transkript: CELUM: die Content Collaboration Cloud als digitaler Workflow
Cloud Podcast · Folge 2
Was ist die Cloud für dich?
CELUM: die Content Collaboration Cloud als digitaler Workflow
Arbeitsabläufe verlagern sich mehr in Richtung Webtools anstatt zu Papier und Stift. Diese Form der Digitalisierung stellt eine Herausforderung auf vielen Ebenen dar. Eine solche Content Collaboration Cloud stellt CELUM bereit. Ich habe mit dem CEO Michael Kräftner zu den Ideen und Grundgedanken der Cloud …
Mitwirkende
Benjamin HartwichModerator
Michael Johann Kräftner

Cloud Podcast
Der Podcast zu Cloud Technologien
Der Cloud Podcast dreht sich rund um Cloud Technologien: Cloud Software, AWS, Azure etc.
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ine Software ist leicht eingeführt aber an jahrelang eingeübter Workflow mit Papier Stift Excel-Listen Bilder CDs und Ordnern im Regal eben nicht zu leicht geändert
wie muss ich als Mitarbeiter Umdenken wenn meine Arbeitsdateien auf einmal in der Cloud liegen und vor allem warum soll ich denn umdenken
willkommen zur zweiten Ausgabe des Cloud Podcast ich bin heute bei meinem ehemaligen Arbeitgeber CELUM und bei mir zu Gast Michael Kräftner CEO von CELUM
celum ist eine Content collaboration Cloud für assets hauptsächlich für den Marketingbereich
Michael Cloud ist das große Stichwort mit dem ihr ja auch werbt - wie definierst du den Begriff Cloud für dich.
Ja einmal hallo und willkommen bei CELUM freut mich sehr wie definiere ich den Begriff Cloud für mich also ich bin ja noch was ich bin schon alt genug um,
den den ersten Stoß in Richtung Cloud miterlebt zu haben damals aber dass man ESP application service providing genannt.
Die Idee war ja damals wie heute eigentlich gut das heißt dass ich eine zentrale Stelle habe.
wo sozusagen Stakeholder aus unterschiedlichen Teams
Auf quasi den gleichen Content zugreifen können und in Wirklichkeit ist es für uns als als Anbieter natürlich der jetzt jahrzehntelang Software oft auch
viele unsererKunden laufen on Prem noch immer fast tausend Kunden wo definitiv mehr als 800 noch on Prem sind aber
mittlerweile schon gut 20% und steigend betreiben ihre unsere Lösung jetzt schon komplett in der Cloud.
Und eigentlich liegen die Vorteile auf der Hand werden allerdings oft vermischt Cloud als Betriebsmodell und Software als
Subscription also als quasi Miete.
Das ist definitiv was was diejenigen die dann software beschaffen zurecht weil sehr viele Anbieter auch vermischen nicht voneinander unterscheiden.
Und das ist was für uns zum Beispiel ein Thema ist
dass wir es jetzt zusammenziehen also Software war immer schon zur Miete oder zumindest sehr lang schon zu Miete bei unseren ist jetzt aber auch mit der Bereitstellung der Software in der Cloud endlich gemeinsam als bequemes Abo
Verfügbar. Und dieses Abo-Modell was man heutzutage häufig hat in der IT,
bist du davon überzeugt dass das so bleiben wird weil du hast gerade gesagt das stört auch viele - ich weiß nicht, ich persönlich sagst du dass ihr tatsächlich etwas ok ich miete es mir es gehört mir nicht mehr ist das wirklich das Modell worauf man guten Gewissens setzen kann.
Also auch da muss mal wieder finde ich hier unterscheiden weil eines jetzt ist es natürlich schön immer die neueste Version der Software zu haben
da sind wir ja alle von unseren Apps gewöhnt, am Handy ist quasi ist immer die neueste Version außer ich wehre mich jetzt ganz ausdrücklich gegen gegen Updates aber ich habe immer die neueste Version meiner Software. Das ist auch für den Publisher von Software
An sich gut,
und wenn letztlich alles über zentral über den Server bereitgestellt wird ist es natürlich umso leichter zu Maintainen also für den Hersteller von Software ist es mal grundsätzlich gut und er profitiert von dieser.
Immer die aktuellste Version grundsätzlich auch der Kunde. Es ist natürlich dann wiederum ohne da jetzt allzu sehr ins Detail zu gehen,
schon ein Thema wenn Software mit anderer Software zusammen spielen muss und alle Hersteller dann ständig irgendwie unabgestimmt Software Updates machen. Da ist es wichtig dass die Schnittstellen halt funktionieren ja aber es gibt große player
wie Salesforce z.b. die seit Beginn ihrer Laufbahn konsequent in der Cloud sind und waren und es eigentlich auch ganz ganz gut hinkriegen also die technisch gesehenen Nachteile
werden weit
von den Vorteilen überwogen was jetzt so quasi Softwarebereitstellung Softwareaktualisierung betrifft. Auf der anderen Seite aus der kaufmännischen Sicht ist es natürlich so dass
schon und wir sehen das selbst ja also auch fast alle Softwarelösungen die wir selbst einsetzen sind mittlerweile Software-as-a-Service mit einer jährlichen Gebühr.
Ja billiger ist es nicht geworden.
Beim t3n Magazin gibt es so eine tolle Rubrik das ist unsere Sorte die wir im Unternehmen einsetzen - magst du kurz ein kurz Portfolio geben welche interne Software setzt ihr so ein auf was habt ihr so gesagt auf welche Zugpferde?
Wir sind natürlich Atlassian Kunde Jira Confluence im Einsatz wir setzen Salesforce ein.
wir haben im Bereich Marketing Automation Grad geswitcht sind gerade im Switch gewesen,
wir haben Microsoft Teams im Einsatz ziemlich intensiv. Wir setzen
die Adobe Creative Cloud ein, das ist natürlich schon die erste Mogelpackung ein bisschen. Weil der Cloud Anteil ist ja richtig gering in Wirklichkeit sind Desktop Applikationen und wir setzen sehr sehr intensiv mittlerweile unsere eigene
Workrooms Cloud-Lösung ein, eben um alle Arten von Projekten z.b. als unser eigenes Jira für nicht
IT Themen und setzen es eben für Online Marketing Produktmanagement und sonstigen Projekte also eigene Lösungen.
Du hast vorhin gesagt es gibt noch viele Kunden die on-premise arbeiten und Cloud ist aber das worauf ihr in Zukunft setzen möchtet als
only Lösung wenn ich es richtig verstanden habe. Wie geht ihr hier vor dass ihr Kunden davon überzeugt Hey on-Prem lohnt sich für dich nicht mehr. Weil es kann dadurch trotzdem in Großunternehmen der Fall sein dass ich sage ja,
ich hätte einfach gern intern weil brauche ich nur intern,
Naja das ist für uns, du hast das kleine Wort only an sich habe ich hätte ich jetzt bei allem zugestimmt nur only nicht weil wir machen uns ganz konsequent auf einem Hybriden Cloud weg.
das geht auch nicht anders. Also durchaus neidvoll sag ich mal, blicke ich auf Salesforce ja Salesforce,
kann problemlos alles in der Cloud bereitstellen.
Wir haben bei vielen nicht allen aber bei vielen unserer Kunden das Thema, dass sie einfach sehr sehr große byte Mengen bewegen und interessanterweise ist ja sogar die Bandbreite pro Arbeitsplatz in den letzten Jahren sogar sinken,
also es ist also nicht so,
dass das quasi die Cloud für jeden einzelnen Mitarbeiter so quasi ganz nah an ihn heran rückt und es ein total seamless experience wie man so schön sagt wäre.
Und genau das wollen wir angreifen, also wenn wir von der Cloud sprechen meinen wir Hybride Cloud. D.h. unsere Kunden wenn sich das als sinnvoll erachtet können Ihre bestehende Infrastruktur oder dafür auch spezifisch angeschaffte Infrastruktur als quasi,
Zwischenspeicher als Cache nutzen,
um einfach zu verhindern dass halt keine Ahnung 3 Gigabyte große Video Files permanent quasi aus der Cloud nach Lokal und wieder retour geladen werden müssen weil es einfach nicht zweckmäßig wäre.
Ihr setzt ja derzeit auf AWS und Azure und es gibt immer wieder Vorstöße auch in Deutschland wir wollen eine Europa Cloud wir wollen der Deutschland Cloud.
Wie stehst du dazu dass man sagt ich möchte nicht mehr zu diesem ganz großen Anbietern und möchte versuchen in Europa oder gar Österreich eigene Clouds zu schaffen.
Grundsätzlich ist die Idee an sich ja gut ja also europäische also aus europäischer Wirtschaftspolitik heraus zu sehen ein Gegengewicht zu schaffen - das Problem ist nur es hat so ein bisschen was von Planwirtschaft weil aus mehreren Gründen. das erste ist natürlich
und dann leidet halt ganz Europa grundsätzlich drunter dass wir wenn wir
SAP jetzt mal ausnehmen eigentlich keinen großen Software Leitbetrieb in Europa haben. Alle großen Player sitzen in Amerika und natürlich wenn ich Microsoft bin dann ist das eine amerikanische Cloud.
Aber wenn ich Amazon bin ist es eine amerikanische Cloud wenn ich Google bin ist es mir amerikanische Cloud und da straft uns jetzt dass wir keinen lokalen europäischen,
Big Player haben mit der Ausnahme von vielleicht von SAP. Selbst wenn es gelingen würde jetzt irgendwie eine halbstaatliche oder zumindest durch Institutionen der EU
koordinierte Cloud zu schaffen dann ist es halt quasi ein semi öffentliches Projekt das immer im Wettbewerb mit quasi privat geführten und bereits sehr stark etablierten Cloudanbietern konkurrieren wird.
zunehmend kommen sicherlich auch die Chinesen ins Spiel und das zweite das ist das darf man auch nicht unterschätzen dass z.b. gerade Microsoft,
seinen footprint in den Corporates ganz ganz ganz ganz intensiv nutzt um Asia zu verankern.
Und wie gesagt also
da stellt sich dann trotzdem für europäische Unternehmen irgendwann die Frage ja es wird immer die Frage sein was ist kaufmännisch gescheiter nur um einen Beitrag zur europäischen Wirtschafts und digitalpolitik zu leisten werden wahrscheinlich die wenigsten Unternehmen einen
20 30 50% Kostenaufschlag den es vielleicht netto bedeutet in Kauf nehmen.
Aber du siehst da für dich und deine Software, dein Unternehmen keine Gefahr sag ich mal auf so einem Player zu setzen auf lange Sicht.
Ganz ehrlich natürlich erhöht das das Gesamtrisiko. Es ist definitiv so ja also je weiter nämlich sozusagen aus einer platform-as-a-service Strategie eine echte Software-as-a-Service Strategie also wo die eigentliche Applikation also unsere in dem Fall
immer mehr Komponenten der darunterliegenden Plattform quasi nutzt
Und sich damit immer mehr in ein Login gibt begibt desto desto mehr ist das defacto ein Problem, also wenn ich einen Server
in der Cloud betreibe so wie halt das Internet an sich funktioniert den Server umzusiedeln zu einem anderen Anbieter ist ja kein Thema aber je mehr Infrastruktur Leistungen ich von einem Cloud Player die noch dazu dann vielleicht.
sogar proprietär sind ich nutze desto mehr wird es für den endpoint Provider also für Unternehmen wie uns zu einem Risiko das da ist ja also wenn irgendwann im Rahmen einer
Einer Handels Auseinandersetzung zwischen Europa und den USA vielleicht microsoft und Amazon zur zur Waffe gemacht werden dann dann sind wir als europäischer
Player halt ja zieht man den Kürzeren und wäre dann Spielbal. Ist natürlich jetzt mehr oder weniger realistisch so ein Szenario aber tatsächlich das was wir sehen ist ein Oligopol,
das stark geographisch fokussiert ist.
Und Thema IT security seht ihr da irgendwelche Risiken dass man sagt wenn ich jetzt bei dem großen Cloudanbieter bin laufe ich Gefahr,
dass irgendwas unsicher ist dass ich mehr Schwachstellen hätte oder potenzielle sag ich mal Angriffsvektoren oder wie begegnet ihr da Kunden die da sehr skeptisch sind auf dieses cloud Konzept,
ja das ist natürlich ein Thema also einerseits spricht das Economy of Scale Thema gerade bei Security für große etablierte Anbieter je mehr quasi
das Angebot nutzen desto mehr steht es anders scrutiny desto mehr wird es quasi von Security Dienstleistern auch gechallenged und desto mehr reagiert dieser große Anbieter auch darauf also rein theoretisch wird es ja bedeuten je größer desto besser.
Ja auf der anderen Seite natürlich steht durchaus die manchmal berechtigte Sorge der Kunden,
dieses die Hoheit es ist glaube weniger per se die Angst vor einer Intrusion. Ich glaube die meisten sehen schon realistisch dass ihre eigenen Server die sie bei sich betreiben wahrscheinlich gefährdeter sind als die die sie beim großen Cloud-Dienstleister sind
Ein Stückweit, das hängt wohl zusammen ein Stück weit mehr denke ich um das Thema Governance über den eigenen Datenbestand und da eben interessanterweise merken wir und es hat sich zwar stark gebessert aber es ist immer noch so dass viele Unternehmen
Strukturierte Information also Daten per se versus unstrukturierte Information also z.b. Dateien da unterschiedlich wahrnehmen. Eine Datei ist noch etwas was ich quasi angreifen kann, das kann ich am USB-Stick als Teilchen wenn ich will laden.
Und da ist noch öfters dieses Jahr ich möchte gern sogar sie meine meine Tierchen im Zoo bei mir haben.
Wobei das hat sich stark gebessert unter Anführungszeichen gebessert wenn man das so will, wir sehen es wirklich eher als als Thema der
was ist wenn plötzlich keine Zugriffsmöglichkeit mehr auf diese Daten besteht. Natürlich ist der Gedanke zu sagen ich kann ins Rechenzentrum bei mir im am Werk gehen und dort steckt irgendjemand USB-Stick an und ich habe dann meine Daten wieder,
im worst case
das ist natürlich wenn die Cloud noch dazu sozusagen das nächstgelegene Rechenzentrum ein zumindest ein paar 100 km entfernt ist und dann ist es ja aufgrund der Strategie der Cloud nicht so klar wie viel von meinem
Zug ist dann dort ja also es gibt nicht mehr diesen einen Speicherort.
Das ist eher so ein Mindset Change, den wir glaube ich wirklich sehen und weniger die echte Angst vor Security intrusions,
wobei und das muss ich schon ganz offen sagen: je mehr zentralisierte Systeme es gibt, also gerade rund ums Thema accountmanagement und provisioning sozusagen von von
der Autorität der Authentifizierung desto mehr sind das single-point-of-failure und auch
Durchaus dann problematisch wenn ich mich in keines meiner Systeme mehr einloggen kann weil sowas in mein Account Dienst auf den ich mich verlasse nicht mehr verfügbar ist, aber da sind wir wieder beim Thema Risiko wenn es einen zentralisierten Anbieter gibt.
Du hast es grad ganz schon erwähnt, Stichwort meine Daten kann ich nicht zugreifen wenn mal was sein sollte z.B. der Cloud Dienstleister ist down was ja durch einmal in zwei Jahren passieren kann.
Gibt es eine Strategie von eurer Seite zu sagen so eine Art Offline-Modus also wenn ich jetzt wichtige Dateien habe
Die im CELUM Workflow verwalte was mache ich wenn es z.b. einfach mal das Server nicht geht steht dann mein Betrieb oder habt ihr auch da
Eine Art Workflow Konzept wie ihr so etwas auffangen könnt bei euch?
Naja wie vorher schon gesagt, das Prinzip der hybriden Cloud den wir aufgrund der großen Datenmengen uns faktisch unterwerfen müssen bringt auch hier für den Kunden einen
höheren Grad an Business Continuity weil wenn ich sozusagen durch dieses gelayerte Speichermodell ohnehin
einen Großteil wenn nicht alles auch bei mir an meinem drei wichtigsten Standorten in meinen dort quasi Legacy data centers auch vorhalte dann kann ich zumindest sofern es sich dabei um
Files handelt auf diesen Content auch noch zugreifen. Das wird natürlich dann dort spannend wo Content als strukturierte Information also als Text in einer Tabelle vorliegt.
Dann wirds schwieriger sozusagen einen von der Cloud komplett entkoppelten Offline-Modus zur Verfügung zu stellen nicht zuletzt deswegen weil dann auch wieder security concerns ins Spiel kommen also in dem Moment wo ich dann
ungeschützt sozusagen wichtige Informationen auf dezentralen nicht
wie soll man sagen, nicht in ein zentrales government Governance Konzept inkludierbaren Standorten verteile,
erhöht sich wiederum das Gesamtrisiko für das gesamte System und das ist würde ich mal sagen ein trade-off.
In der Realität ist es sicher so dass wir bei einigen unserer Kunden durchaus als Betriebskritisches System gesehen werden also ein Ausfall über mehrere Tage würde definitiv ein Problem bereiten.
Auch dort ist es allerdings so dass diese Kunden mittlerweile auch andere Betriebskritische Systeme in der Cloud betreiben und halt im weitesten Sinne
Verstehen dass das ein Thema ist.
Ich sage es ganz ehrlich ich bin das ist quasi kein Plan überlebt den Feindkontakt ja also es wird sicher mal spannend wenn erste großflächige Ausfälle vorkommen sollten ob dann da eine erhöhte,
Awareness vom Kunden da ist vielleicht.
Wir haben jetzt viel über die Cloud gesprochen CELUM ist ja ein Marketinginstrument für gerade größere Unternehmen,
willst du kurz zusammenfassen: wie kams zu CELUM und was waren so die die first steps und wo war so dann die erste große Richtung da wo du gesagt hast ok da kann ich jetzt voll einschlagen mit CELUM.
Also was wir machen vielleicht quasi von hinten nach vorne die Geschichte also vom vom von vor oder von vorne nach hinten von jetzt in die Vergangenheit was wir machen ist im Grunde die Content Collaboration Cloud wie wir unser Produkt nennen es geht es darum Content zu organisieren,
zu beschützen und nutzbar zu machen
Content ist eben jede Datei aber auch quasi komplexere textbasierte Elemente und der Collaboration Teil ist dass wir also das Thema der Teamzusammenarbeit, nämlich der taktischen Teamzusammenarbeit mit Projektemanagen wie kann ich wirklich optimiert
zusammenarbeiten nämlich ganz konkret für die Zielgruppe Marketing uns angeschaut haben.
Und da eine recht spannende Lösung bieten die durchaus inspiriert ist von von agilen Methoden die z.B. in der Softwareentwicklung in technischeren Bereichen schon sehr viel länger
quasi Einzug gehalten haben also Kanban und andere Prinzipien wie zusammengearbeitet wird.
Aber im Marketing noch überraschend wenig und wenn dann nicht sozusagen rund um Dokumente herum sondern ganz generell zu verstehen so das ist unser Ist Stand. wenn man jetzt.
15 Jahre in die Vergangenheit schaut wo im Grunde CELUM losgegangen ist da ist es losgegangen mit dem Thema Content und die Idee ist eigentlich daraus entstanden dass
wir damals als Dienstleister einen sehr großen Kunden gehabt haben eh ein Österreichisches Unternehmen, der noch immer Kunde ist und die waren damals schon groß genug um festzustellen dass sie ein Problem mit vielen,
Silos wenn man so will, haben also Content sehr viel files waren in etlichen Systemen von file system bis hin zu,
Content-Management-Systemen Web CMS usw. irgendwo abgelegt und wir haben halt versucht
Im Rahmen einer Ausschreibung Lösungen zu finden die genau dieses Problem angehen also Dokumentenmanagement fürs Marketing oder für die Kommunikation.
Und Überraschenderweise auch für uns - wir haben das damals Dienstleister begleitet diese Ausschreibung gab's
Damals so gut wie keine Produkte die das taten und aus dem heraus war dann für uns die Idee geboren zusammen okay wir
bauens Halt und waren damals ohnehin auf der Suche uns vom Dienstleister zum Produkt Hersteller zu wandeln und es war tatsächlich die Geburtsstunde für unser
Damals beginnend als wirklich rund ums Thema Bilder also zuerst mal ist als quasi Flickr auf Speed für Unternehmenseinsatz.
Und dann halt irgendwann immer mehr immer breiter gefächert immer das Thema welche Art von Content und vor allem wie Content
Im Unternehmen lebt und möglichst effektiv eingesetzt werden kann.
und dann vor so vier Jahren haben wir die Frage gestellt wir reden eigentlich immer nur davon dass ein fertiges Dokument ein fertiges piece of content dann geschützt werden muss und Brand korrekt also Marken Korrekt eingesetzt werden soll
aber wir uns eigentlich nie Gedanken gemacht wie die Erstellung also wie kommt es zu diesem Piece of Content.
Wir haben nur immer mitgekriegt dass viele unserer Kunden damals schon gestruggelt haben da wurden halt Dropbox und,
we-transfer wird verwendet um halt halbfertige Dinge zwischen Agenturen also zwischen da ist ja auch das spannende durchaus auch der Vorteil der Cloud dass man über Unternehmensgrenzen hinweg,
halbwegs gleichberechtigt zusammenarbeiten kann aber es war trotzdem Krücken und wir müssen dazu entschlossen und wie machen wir eigentlich wie erstellen wir eigentlich unsern
Content, Software ist ja eigentlich auch Content und wir haben ja halt
Schon viele moderne Tools oder Tools die einfach in der Moderne Softwareentwickelung nimmer wegzudenken sind schon im Einsatz Jira z.b. Hat Marketing was vergleichbares und dann ist es dünn geworden.
Es gibt im Marketing oder gab damals zumindest vor dreieinhalb Jahren wenig was in diese Richtung ging, okay nutzen wir doch unsere
Kenntnisse einerseits des größeren Felds Marketing und unsere Kenntnisse sozusagen aus aus aus moderner agiler Zusammenarbeit die wir selbst schon eingesetzt haben und denken wir es mal sozusagen neu.
In Kombination und daraus hat sich eben dann schlussendlich die zweite Hälfte unseres Produkts ergeben und jetzt ist es halt eine
Verquickung dieser beiden Seiten aus Content-Management und Teamwork management.
Du hast gerade agiles zusammenarbeiten als Stichwort genannt und moderne Formen des Zusammenarbeitens - kannst du es kurz ein bisschen skizzieren: was hat sich da aus deiner Sicht
verändert und inwiefern sind Arbeitsweisen im z.b. digitalen marketing wirklich agil geworden im Gegensatz zu vielleicht zehn Jahren davor
Naja das erste ist mal dass die Arbeitsteilung die Arbeitsteiligkeit glaube sagt man da schon zugenommen hat das heißt früher war gerade im Marketing so ein bissl die Agentur kümmert sich drum und die Agentur hat dann mehr oder weniger
Gute
Arten und Weisen der Zusammenarbeit in ihrer eigenen Organisation selbst gehabt, das darf man auch nicht vergessen ist das waren dann halt oft kleinere Teams und Einheiten die ohnehin klein genug waren, das so quasi das klassische auf Zuruf arbeiten funktioniert. je mehr Stakeholder je mehr beitragende zu einer
zu einem Ergebnis quasi es gegeben hat desto mehr ist aber das Thema wie kann ich kleinteilig zusammenarbeiten permanent transparent abgestimmt sein ohne dass jedes Mal,
permanent Status E-Mail verschicken muss mit einer Übersicht,
und genau das hat sich geändert die Leute erwarten mehr softwaregestützte Selbstorganisation der Zusammenarbeit also eben statt dass sich ein
Ein armer Hund hinsitzt und quasi dem Projektleiter für jede noch so kleine Aufgabe übernimmt sollte einfach systemgestützt,
mit voller Transparenz ein gemeinsam an einem Ziel Arbeiten erleichtert werden. Die Menschen erwarten sich einfach dass sie wissen was die Aufgabe ist, was das Ziel ist, wo es hingeht quasi.
Ob es jetzt ein großes Projekt ist oder ein kleines Vorhaben.
und wollen eben auch bequem mit jedem zusammenarbeiten können ohne sich Gedanken drüber zu machen ob sie ist für den,
die Software installiert gibt und ob der das hat und ob der das installieren kann und so weiter also grad bei großen Unternehmen wo ja immer was installieren sofort Probleme bringt also das
und gleichzeitig aber wie gesagt
waren Tools die wir im Privaten Umgang wie Dropbox z.b. super finden im Unternehmenseinsatz dann zum Teil
prohibitiv weil sie entweder durch rechtliche Rahmenbedingungen dsgvo ist da so ein Thema wo es Schwierigkeiten gibt,
bedingt geeignet waren für den Unternehmenseinsatz aber ich glaube dass wir alle miteinander in dem Zugang wie wir als White Collar worker Arbeit
Machen wollen viel stärker davon ausgehen dass uns nicht jemand sagt die ganze Zeit was wir zu tun haben, sondern dass wir automatisch sehen was wir tun sollten und eben wir keine Blocker,
oder so wenig Blocker wie möglich haben beim erledigen unsere Arbeit.
Gibt's auch Kunden bei den du gemerkt hast da muss ich noch Überzeugungsarbeit leisten im Sinne wirklich einer Digitalisierung weg von Zettel Stift und Excel Liste hinzu
warum brauche ich jetzt diesen web-workflow der ja eigentlich schon ein bisschen anders ist er ist ja ein bisschen angelehnt an
Software Entwicklung eigentlich so rein vom Modell zumindest gab es da auch bei Digitalisierung an sich schon mal so Sachen wie du gemerkt hast Hoops.
Die sind noch gar nicht soweit. Es ist ein interessantes Paradox: Marketing ist ja eines der ersten
Unternehmensbereiche gewesen die digitale Instrumente eingesetzt haben und gleichzeitig einer der letzten Unternehmensbereiche jetzt die digitalisiert werden.
Und das ist wirklich spannend also das bedeutet dass Marketing oft noch gezwungenermaßen mit sehr
nicht transformativen Instrumenten und Tools arbeiten muss um hoch transformative Ergebnisse die durchaus dann auch weitesgehend digital sind zu erstellen und deswegen ist es schon so dass wir oft
einerseits Erleichterung so quasi endlich machen wir das jetzt.
Aber schon auch natürlich oft dieses die vermeintliche Lernkurve und das vermeintliche Ändern eines Verhaltensmusters natürlich immer trotzdem egal wie groß dort auch direkt sichtbare
Revard ist vollkommen nachvollziehbarer Weise dieses ich habe jetzt keine Zeit dafür
Mich sozusagen und mein Verhalten zu ändern auch wenn es mir insgesamt Zeit ersparen würde.
Und da müssen halt die Incentives und die Niederschwelligkeit das sind für mich die zwei Themen. Das heißt Incentives was gewinnt der Mitarbeiter sofort durch Veränderung.
Und ist es eben niederschwellig genug also wie viel Lernkurve muss ich sozusagen bewältigen bevor es für mich sofort und seamless benutzbar ist,
Und da müssen haben schon viele Softwarehersteller auch wir lernen müssen dass dieses don't make me think nicht nur
ein Geflügeltes Wort ist sondern tatsächlich ein Anspruch den die User zurecht haben also es sollte das was ich erwarte,
das Prinzip der erfüllten Erwartungen nicht erfüllte Erwartungen sind immer Enttäuschungen ganz egal wie gut etwas ist wenn eine Erwartung anders war.
ist es danach enttäuschend auch wenn es grundsätzlich fast perfekt ist und genau das ist einfach wichtig dass in jedem Schritt sozusagen der user interaction der User journey Erwartungen
klar transportiert werden und dann deren Erfüllung auch für den User sichtbar ist somit ist er nicht enttäuscht sondern zufrieden aber es ist ganz klar und das muss man auch finde ich
anerkennen und auch akzeptieren als Softwarehersteller so wies in den
frühen 2000er Jahren noch war und bei manchen Softwarelösungen noch ist das ist halt jetzt so und wir müssen das alles verwenden,
und egal obs blöd zu bedienen ist und so weiter, ich sehe bei unserer eigenen Buchhaltung Lösung.
Das ist quasi ein Monopol Produkt.
Und die User Experience ist eine Katastrophe aber es gibt keine Alternative und die wenigen Key User die man hat die sind das auch gewöhnt.
Und alle anderen, die damit arbeiten müssen kurzzeitig werden kriegen quasi ein Aneurysma davon und wehren sich so gut es geht. also genauso,
soll es nicht sein für uns ist es halt genau umgekehrt wir können unsere User nicht dazu zwingen niemand kann sie in der Regel zwingen sie müssen von sich aus wollen und es ist durchaus ne,
eine Herausforderung für das Thema User Experience Design use experience concept.
Gibt es denn jetzt für die nächsten Jahre nachdem ich schon viele schritte gemacht habt in den letzten 10 Jahren
noch Roadmaps die du dir gesetzt hast oder Visionen gerade auch im Bereich Workflows du sagst dass wir zu das nächste Ding auf dass wir achten müssen oder was wir angehen möchten.
Also wir müssen ganz ehrlich gestehen dass wir gleich was die Cloud betrifft eher late at the party,
waren, nicht zuletzt deswegen weil halt viele Kunde sehr lange Vorbehalte hatten aber wir haben es auch technisch zu lasch oder in aller Ehrlichkeit sagen zu lasch angegangen.
Was ich jetzt allerdings glaube wo wohin es funktional gehen grad beim Thema Zusammenarbeit ist das ist noch stärker den einzelnen Menschen
in den Mittelpunkt rücken gilt zu rücken gilt und das ist genau der Punkt wo ich es auch für uns im Bereich Workflow und Zusammenarbeit geht,
weil das ist schon relativ gut definiert. Das machen auch andere komplexere Lösungen wie wir wenn es ums Thema ressourceneinsatzplanung geht also ich plane mein Marketing-Team ich plane meine Macken Ressourcen
ich weise dann Tasks zu, dann kommen wir so langsam ins
Spiel, ich habe mehr oder weniger eine eine Chance als User sozusagen ich habe jetzt keine Zeit dafür dass interessiert mich nicht was auch immer aber in Wirklichkeit ist das System noch immer sehr auf,
pushy sein und den User sozusagen in einer in einem
Mach das jetzt Position zu bringen aber ihm kaum Tools an die Hand gibt wie er sich selbst,
und vor allem transparent Dringlichkeit und Wichtigkeit über seinen eigenen Tagesablauf organisiert das haben wir alle eigentlich sehr
Intuitiv noch immer unterwegs und es gibt wenig Tools die uns helfen zur Selbstoptimierung, da muss schon sehr diszipliniert sein dann kann man halt mit simplen Tasklisten schon sehr viel erreichen aber die meisten User sind da oft halt
Herausgefordert bei dieser Situation ich glaube das in die Richtung noch viel passieren muss weil sonst haben das Problem alle jeder Anwender dass durch je mehr Software mir sagt was ich tun soll
Am Ende des Tages ich einfach einem eine eine eine eine Orchester an mich anbrüllenden Lösungen gegenübersteh und einen einzelnen Ton kam noch als ich seh den Wald vor lauter Bäumen dann einfach nicht mehr,
du hast grad Selbstoptimierung genannt und du bist ja quasi den langen Weg gegangen von ich habe eine Idee,
ich arbeite mich nach oben und jetzt habe ich quasi ein mittelständisches Unternehmen und es gibt ja auch in Linz ein Startups
und auch immer wieder die Frage na ja wie würde ich jetzt eigentlich vorgehen wenn ich sage ich habe eine Idee gerade im technischen Universum
Was kannst du jungen Leuten sagen die vielleicht auch ein Unternehmen gründen wollen eine Idee haben eine App programmieren wollen oder etwas auf diesem Gebiet rausbringen möchten,
Da gibts einiges. Das erste Mal ist das wenn wenn man ein technischer Gründer ist sollte man nicht unterschätzen dass man neben der technischen Kompetenz auch die vertriebliche
vor allem braucht und die,
nennen wir es mal finanzielle und fürs operations Thema seien der und das gilt quasi für jeden dieser drei Aspekte also das macht so quasi den Nukleus jedes Unternehmens so aus dass es jemand gibt der sich um den Vertrieb kümmert der sich ums Produkt oder Dienstleistung kümmert und jemand der sich um,
ja sozusagen running the company gekümmert und ich hab mit einigen start up Gründen in den letzten 2-3 Jahren zu tun gehabt,
die aus einer dieser drei Seiten gekommen sind und jeweils die anderen beiden Elemente als das nehmen dass das holen uns dann schon wenn es notwendig ist und ich glaub daran dass man,
sicherstellen muss von Anfang an entweder weil man ein Team aus mehreren Gründen ist und das alles Covert,
oder wenn man sofort intensiv drauf schaut dass man ins Team sich Leute Reinholt die genau das abdecken können also ein ausgewogenes Team weil das beste Produkt quasi ohne Vertrieb
Nix wert ist und sozusagen der beste Vertrieb ohne ordentliches Produkt auch nichts wert ist also das ist das ist mega wichtig, dass das ausgewogen ist darüber hinaus finde ich es eben,
Know your market, nämlich zu wissen was,
bedeutet es mein Produkt meine Dienstleistung erfolgreich verkaufen zu können und da ist aber so ich hab das viele,
also kein noch so gutes Produkt eben verkauft sich von selbst auch wenn es wenn du an jemanden hast der gut verkaufen kann heißt das noch lange nicht dass die Mischung aus Produkt und go-to-market Strategie automatisch zum Erfolg,
führen wird.
Schönes Beispiel ist YouTube, das hat total abgehoben und das war extrem knapp dass die Jungs damals geschafft haben dass sie das Skalieren des eigenen Produkts
gerade noch irgendwie so halt bewältigt haben weil man das quasi irgendwann mal gebrochen wäre, wäre es zu Ende gewesen und heute wird kein Mensch YouTube kennen also da gibt's viele Beispiele auf die man durchaus auch schauen kann.
In Wirklichkeit den Gründen was ich einmal mit gib ist
Vorsichtig mit Managementliteratur ich persönlich ein Buch dass ich grossartig find weil es die Schattenseiten auch beleuchtet ist es eben the hard thing about hard things von Ben Horowitz das kann ich dringend empfehlen das ist sowieso die
Schauder Stunde quasi des des Startup Lebens also so kanns auch laufen die haben am Ende mit über 1,6 Milliarden Dollar verkauft also das war dann schon erfolgreich aber es war eine ein ein ein Lehrstück
was alles schief gehen kann und das sollte man sich durchaus auch hin und wieder in Erinnerung rufen dass man auch für schlechtes Wetter gerüstet sein sollte.
Das heißt wenn jetzt Microsoft vor der Tür steht und sagt ich würde gern CELUM kaufen was wäre deine Antwort.
Wird sehr teuer. CELUM in 5 Jahren in Kürze,
boah das ist schwierig in fünf Jahren also was wir auf jeden Fall tun wollen ist dass wir gesund und organisch weiter wachsen also vielleicht haben wir in in in in fünf Jahren dann so irgendwo zwei 300 Mitarbeiter.
Sind definitiv in Amerika gut verankert das ist so unser nächstes Ziel geographisch dass wir sozusagen, wir haben knapp
50 Kunden in Amerika aber ich würde mal gerne mehr draus machen also Nordamerika als Ganzes betrachtet und ja.
Weiterhin quasi building cool shit. Michael vielen dank vielen Dank.